Verlorene Illusionen

Der Verlust von privaten und gesellschaftlichen Illusionen und die zerstörerische Kraft von Lebenslügen werden eindrucksvoll anhand zweier Werke der Weltliteratur aufgezeigt.

Margret Mitchells Roman „Vom Winde verweht“ ist ein Weltbestseller, der zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs spielt. So wie der Roman prägte auch der Film mit Clark Gable das Bild des amerikanischen Südens bei Generationen von Lesern beziehungsweise Zuschauern.

Im Seminar interessiert, wie die weißen Plantagenbesitzer in den Südstaaten erkennen, dass ihre Hoffnung auf eine dauerhafte Alleinherrschaft im Bereich der südstaatlichen Wirtschaft und der Glaube an eine geeinte Nation Illusionen sind. Sie stehen am Ende vor den Ruinen einer glorreichen Vergangenheit.

Die zerstörerische Kraft von Lebenslügen wird eindrucksvoll auch in Tennessee Williams‘ Dramen dargestellt. Im Seminar soll dies exemplarisch gezeigt werden an „Endstation Sehnsucht“, dem Drama, das Marlon Brando weltberühmt machte.

Das Drama konfrontiert die realistischen Lebenserwartungen eines polnischen Einwanderers auf pointierte Weise mit dem wirklichkeitsfremden Festhalten seiner Schwägerin, einer Plantagenerbin, an einer verlorenen Vergangenheit.

Termin: Mittwoch 16. August 2017, 19:30 – 21:30 Uhr
Gebühr: € 5 (Arbeitslose, Schüler, Auszubildende und Studenten zahlen nichts.)
Referentin: Ursula Lüthe, Studiendirektorin