Literarisches Quartett 2017

Vier ältere Herren – Vielleser aus Passion und von Berufs wegen – stellen mit Lust an Launigkeit, aber ernsthaft in der Sache, vier Bücher (Romane) neuerer Produktion vor. Jeder eins. Nicht alle haben alle zur Rede stehenden Titel gelesen. Weshalb die Veranstaltung zwar „Literarisches Quartett“ heißt, aber bei der Westerwälder Viererbande, anders als bei der TV-legendären Urform von Reich-Ranicki und Co., Streitgespräche nicht im Mittelpunkt stehen. Zentrum ist die – durchaus subjektiv Partei ergreifende bis kritische – Vorstellung jedes Buches für sich. 30 Minuten Solovortrag pro Buch sind eine ordentliche Zeitspanne. Die anschließenden 15 Minuten (pro Buch) Gespräch zwischen den Vieren und mit dem Publikum geben passabel Raum für Rückfragen, Einwände, Widersprüche und gerne bisweilen auch für kleine Schlagabtausche. Damit lässt sich das Marienberger Quartett in einer Intensität auf einzelne Romane ein, wie es m. E. heute keine Literatursendung in den elektronischen Medien mehr tut.

Es sprechen:

  • Rudolf Lüthe, Philosoph an der Uni Koblenz, bespricht von Paul Auster 4 3 2 1. 1264 Seiten und liest sich gut.
  • Andreas Pecht, freier Kulturjournalist, liest in Martin Walsers Statt etwas oder Der letzte Rank. 176 Seiten, dafür steht in jeder Seite mehr drin.
  • Joachim Türk, Dozent an der FH Köln, stellt Maja Lundes Werk Die Geschichte der Bienen vor. 512 Seiten, ein sehr aktuelles Buch!
  • Walter Zitterbarth, Psychologe und Philosoph, befasst sich mit Altes Zollhaus, Staatsgrenze West von Jochen Schimmag. Nur 192 Seiten!

Termin: Sonntag 20. August 2017, 10:30 – 13:30 Uhr, anschließend gemeinsames Mittagessen
Gebühr: € 18 (Arbeitslose, Schüler, Auszubildende und Studenten zahlen nichts.)