Die Maya-Kultur und das Rätsel ihres Untergangs

Die Maya-Kultur und das Rätsel ihres Untergangs

Die Kultur der indianischen Maya in Mittelamerika fasziniert Publikum und Wissenschaft seit jeher. Was wissen wir über jenes Volk, das sich im ersten Jahrtausend vor Christus ausgerechnet im menschenfeindlichen Dschungel des Tieflandes auf der Halbinsel Jukatan niederließ und dort in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten eine bemerkenswerte Hochkultur entwickelte? Wenig. Einen tollen Kalender hatten die Maya, der angeblich den Weltuntergang terminierte. Geheimnisvolle Tempelstädte hatten sie, in deren Resten Hollywood gerne Indiana Jones nach Glasschädeln und anderen Wunderartefakten suchen lässt.

Seit es vor etwa 20 Jahren gelungen ist, die komplexe Hieroglyphen-Schrift der Maya zu entziffern, und mittels neuer archäologischer Techniken hunderte versunkener Maya-Städte in den Regenwäldern Mittelamerikas zu lokalisieren – seither überstürzen sich die Neuerkenntnisse der Maya-Forschung. Seither klärt sich allmählich die Frage, wie sich mitten im Dschungel die sogenannten „Königsstädte” der Maya hatten entwickeln und halten können. Doch wogt weiterhin der Disput um die Frage, warum diese Städte im 8./9. Jahrhundert in rascher Folge untergingen.

Referent Andreas Pecht führt mit seinem Referat in die klassische Phase der Maya-Kultur vom 3. bis ins 9. Jahrhundert ein, beleuchtet Herrschaftssystem, Kultur, Wirtschafts- und Lebensweise der Maya. Nicht zuletzt stellt er jüngste Erkenntnisse über die Ursachen des Städtesterbens im Maya-Land vor.

Termin: Mittwoch 27. September 2017, 20:00 – 21:30 Uhr
Gebühr: € 5 (Arbeitslose, Schüler, Auszubildende und Studenten zahlen nichts.)
Referent: Andreas Pecht, Kulturjournalist